Wozu denn zurück?

Zurück zur Normalität, selbstverständlich.
Aus der Erschütterung zur Stabilität.
Aus dem Umbrechenden und Aufspaltenden zum glatt gegrenzten Ganzen:
Zur Harmonie.
Aus dem Chaos zurück zur Ordnung, natürlich.
Aus dem aufrührerischen Meer in den gefügigen Hafen.
Zurück zu Ithaka, zur Heimat, zur Mutterbrust.
Endlich Sicherheit und Geborgenheit.
Kein vielleicht, nur gewiss.

Zurück offensichtlich zum lange Gepflegten,
zum geduldig Kultivierten,
zum fest Gebauten.
Zur gemessenen Routine und zur schonungslosen Disziplin.
Zum Plan und Text, Schritt und Tempo.
Zu Mutter Vorsicht und Vater Vorschrift.

Zurück in den Schutz des Anständingen und Unauffälligen.
In die Arme des nicht hinterfragenden Konventionellen.
Ins Obdach von allem Bewährten, Herkömmlichen, Geerbten.
An den Alter der allerheiligsten Tradition.

Klar, weiß ich das Althergebrachte zu schätzen,
sowie Struktur, Rahmne und Form.

Aber erst mal habe doch Lust auf was Neues.

Santiago Agurcia Duron